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Studium Weekly

KW 14 - Semesterticket-Stress & ChatGPT Täu­schung

KW 14 - Semesterticket-Stress & ChatGPT Täu­schung
Le Désespéré von Gustave Courbet (1843-1845)

Moin Zusammen und willkommen im Sommersemester 2026!

Das bedeutet auch, dass ihr eventuell euer (Deutschland-)Semesterticket neu abrufen oder aktualisieren müsst, bevor ihr eine Gebühr für das Nachreichen des Tickets zahlen müsst. Also: Checkt eure Apps!

Da der Preis des Semestertickets an das reguläre Deutschlandticket gekoppelt ist (es kostet immer 60 % des Vollpreises), droht uns eine massive Teuerungswelle. Das Deutschlandticket steigt 2026 auf 63 Euro. Damit klettert euer Semesterticket bald auf 37,80 Euro pro Monat - das macht schlappe 226,80 Euro im Semester, die allein für Mobilität fällig werden! Man bedenke: Der Bafög-Satz bleibt aktuell unverändert.

Die Studierendenwerke fordern deshalb jetzt die Notbremse: Die Verkehrsminister sollen den Studierenden-Preis vom regulären Ticket entkoppeln und eine feste Preisobergrenze einführen.


Abschlussarbeiten sind trocken, formell und furchtbar anstrengend. Um beim ewigen Formatieren nicht komplett den Verstand zu verlieren, bauen überraschend viele Studis kleine "Eastereggs" ein.

Das Highlight der Kommentare zeigt, dass eine Bachelorarbeit nicht jedem gut bekommt. ;)

Ich habe eine zentrale Abbildung in meiner Bachelorarbeit um 0.5 Grad gegen den Uhrzeigersinn rotiert. Ich will die Welt brennen sehen.

Da ist ein Bild von OPs Katze als Beispielbild für einen Algorithmus zur Bildverarbeitung im Vergleich deutlich freundlicher den Korrektoren gegenüber.


Ach ja, wer sich von ChatGPT bei der Bachelorarbeit "helfen" lässt, muss jetzt sehr stark sein.

Wie die LTO berichtet, hat das Verwaltungsgericht Kassel kürzlich in einem wegweisenden Urteil bestätigt, dass die unerlaubte KI-Nutzung in Abschlussarbeiten (in diesem Fall eine Informatik-Bachelorarbeit und eine Jura-Hausarbeit) nicht nur mit "Nicht bestanden" geahndet werden darf.

Während einer der beiden Prüflinge die KI-Nutzung selbst einräumte, ergab sich dies im anderen Fall "aus der Diskrepanz zwischen der schriftlichen und der mündlichen Darstellung des Kenntnisstandes des Klägers zum Thema seiner Bachelor-Arbeit".

Es wurde als "besonders schwere Täuschung" gewertet - mit der dramatischen Folge: endgültiger Ausschluss von der Prüfungswiederholung. Also eine Zwangsexmatrikulation und ein abruptes Ende des Studiums.

In der Zeit Campus wird darüber philosophiert, wie wir Chatbots zunehmend als "Freunde" und Vertrauenspersonen wahrnehmen, mit denen wir unseren Studienalltag teilen. Doch seid gewarnt: Euer digitaler Buddy rettet euch nicht, wenn die Prüfungsordnung zuschlägt, denn wer die Eigenständigkeitserklärung unterschreibt, obwohl die KI den Text generiert hat, riskiert alles. Wer KI hingegen lediglich für die Rechtschreibkontrolle benutzt, ist weiterhin im grünen Bereich.

Regelmäßig noch keine Täuschung liege demgegenüber in der bloßen Rechtschreibkontrolle durch KI, wie sie beispielsweise auch mit Word möglich ist, so das VG Kassel.

Viel Erfolg in der ersten Vorlesungswoche und bis nächste Woche!

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