KW 10 - Investition in Bildung & Mehr zur IU

KW 10 - Investition in Bildung & Mehr zur IU

Moin,

und willkommen zurück zum 4. Studium Weekly Newsletter. Ich hoffe ,ihr konntet das gute Wetter letzte Woche trotz der Klausurenphase weiterhin genießen.

Das Titelbild dieser Woche bringt es schmerzhaft auf den Punkt: Wenn es um Rentenerhöhungen geht, wird der Geldbeutel weit geöffnet. Aber wehe, eine Uni braucht Geld für Dozenten. 🙃 Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) muss den Gürtel nicht nur enger schnallen, sondern sie schnürt sich gerade die Luft ab. Wegen massiver Haushaltslöcher gilt an der CAU ab sofort eine Wiederbesetzungssperre oder etwas cooler ein "Hiring Freeze". Die Kieler Nachrichten berichten, dass die Sparmaßnahmen sich auch auf die Qualität der Lehre auswirken werden.

Unter dem entsprechenden Reddit-Post zeigt sich keiner mehr verwundert - ist schließlich alles nur eine Gewöhnungsfrage... Neu ist das Problem nämlich nicht, immerhin hat das Deutsche Studierendenwerk bereits 2014 davor gewarnt. So äußerte sich Achim Meyer auf der Heyde damals wie folgt:

Es wäre sinnvoller gewesen, das Geld doch in die Zukunft zu investieren.

Leider passt das Zitat auch über eine Dekade später noch genauso wie damals.


Erinnert ihr euch an unseren Newsletter aus KW 8 ("Reise nach Jerusalem"), wo wir schon über die Expansionspläne der IU International University gesprochen haben? Tja, here we go again.

Die ZEIT hat sich die größte private Hochschule Deutschlands mal genauer angeschaut. Der Vorwurf, der im Raum steht: Die IU funktioniere eher wie ein Wirtschaftsunternehmen, das auf Masse ("Cash Cow") setzt, statt auf akademische Exzellenz. Studierende fühlen sich oft eher als Kunden, denen ein Abschluss verkauft wird, statt als angehende Akademiker, die gefordert werden. Damit werden die Vorwürfe des Spiegels erneut bekräftigt.


Obwohl Wirtschaftsverbände und der VDI seit Jahren "FaChKÄfTemAnGeL!!!" schreien, sieht die Realität für Berufseinsteiger im Ingenieurwesen gerade düster aus. Ein Artikel auf Produktion.de beleuchtet das Paradoxon: Unternehmen suchen händeringend Seniors, sind aber gleichzeitig kaum bereit, Junioren einzustellen und anzulernen. In dem Reddit-Post dazu ist vor allem die Wut gegenüber dem VDI (Verein Deutscher Ingenieure) groß.


Ich wünsche euch ein schönes Wochenende und bis nächste Woche.

Cheers,