KW 13 - Schloss erträumt, Besenkammer bekommen
Moin zusammen,
das Sommersemester steht vor der Tür und wer in diesen Tagen noch auf Wohnungssuche ist, kennt vermutlich genau den Struggle aus dem Meme dieser Woche.
Das Moses Mendelssohn Institut veröffentlichte, dass Studierende für ein WG-Zimmer im nahenden Sommersemester durchschnittlich 512 Euro hinblättern müssen - fast vier Prozent mehr als im Vorjahr. In Metropolen wie München oder Berlin ist man da sogar noch deutlich mehr los. Besonders kritisch wird die BAföG-Wohnkostenpauschale mit 380€ betrachtet, die trotz steigender Preise nicht erhöht wurde.

Auf Reddit fassen die Studis die Lage treffend zusammen: „500€ sind einfach verstörend“, schreibt ein User und rechnet vor, dass man beim aktuellen Mindestlohn schon 35 Stunden im Monat nur für das WG-Zimmer arbeiten muss. In den Kommentaren wird wehmütig an 2011 zurückgedacht, als eine „Besenkammer“ in Münster angeblich noch für 90 Euro warm zu haben war.
Eine charmante Lösung für dieses Problem? Einfach mal raus aus der Großstadt-Bubble! Die Süddeutsche Zeitung stellt die Frage "Ist es besser, in einer kleineren Stadt zu studieren?" und kommt zu dem Ergebnis, das Studium in der Provinz hat durchaus auch seine Vorzüge: Man zahlt nicht nur einen Bruchteil der Miete, sondern profitiert auch von kurzen Wegen, einem familiären Umfeld und lernt Leute abseits der großen Hypes kennen.
Im r/Studium-Subreddit hat ein studentischer Angestellter einer Uni-Bibliothek ein „Ask Me Anything“ (AMA) gestartet und munter aus dem Nähkästchen geplaudert. Spoiler: Der Job ist deutlich wilder, als nur Bücher hin und her zu räumen.
Wer sich zudem über 2 Euro Mahngebühr aufregt, kann beruhigt sein, denn es geht noch viel teurer. Die höchste Summe, die der Mitarbeiter mitbekam, lag bei stolzen 270 Euro:
„Die Person hatte die Bücher anscheinend mit ins Ausland gebracht und dort hat er dann seine Tasche verloren. Waren also eher keine Überziehungsgebühren, sondern die Erstattung der Bücher.“
Das absolute Highlight war allerdings die tierische Besetzung in seiner Bibliothek:
„Bei uns sind tatsächlich öfters eine Marderfamilie unterwegs, die sich nachts an dem weggeschmissenen Essen von den Studis bedienen [...] Die Marderfamilie wurde nach über einem Jahr immer noch [nicht] gefangen und laufen über den Deckenplatten immernoch rum.“
Falls es beim Lernen also mal über euch raschelt… es sind vielleicht keine losen Kabel, sondern einfach nur die Bib-Marder auf der Suche nach einem halben Döner.
Wer sagt eigentlich, dass man für einen Uni-Abschluss zwingend ein Abi braucht? Laut aktuellen Zahlen des CHE (Centrum für Hochschulentwicklung), über die ZEIT Campus berichtet, studieren so viele Menschen wie noch nie über den Weg der beruflichen Qualifikation. Ganz vorne mit dabei bei den Erstsemestern ohne Abitur: die FernUniversität in Hagen.
Ich wünsche euch allen einen guten Start in das kommende Sommersemester und bis nächste Woche!
Cheers,