KW 19 - Neue CHE-Rankings 2026/27 & AStA-Warnung vor Germanistik-Studium
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Wir meckern ja alle gerne mal über kaputte Beamer und ausfallende Seminare, aber laut dem neuesten CHE-Hochschulranking sind die Studierenden in Deutschland mit ihren Studienbedingungen aktuell „durchweg zufrieden“!
Für die untersuchten Fächer (u.a. Jura, BWL, Soziale Arbeit) gab es im Schnitt sagenhafte 4,2 von 5 Sternen.
Ein Pro-Tipp für alle, die noch einen Studienplatz suchen: Falls ihr zum kommenden Wintersemester 2026/27 starten wollt, habt ihr historische Chancen auf euren NC-Wunschplatz, weil in NRW und Schleswig-Holstein durch die Umstellung der Schulsysteme (G8/G9) fast ganze Abiturjahrgänge ausfallen, wird die Konkurrenz in diesem Jahr drastisch sinken. Bewerbt euch also unbedingt auch da, wo ihr euch sonst vielleicht keine Chancen ausgerechnet hättet! NRW wirbt deshalb sogar um Studienanfänger aus anderen Bundesländer:https://www1.wdr.de/politik/politik-in-nrw/hochschulen-werben-fuer-studium-100.html
Während im CHE-Ranking die Sektkorken knallen, brennt an der TU Dortmund offenbar der Baum, wie der WDR berichtet. Der dortige AStA hat einen extrem ungewöhnlichen Schritt gewagt und eine offizielle, öffentliche Warnung herausgegeben: Ein Germanistik-Studium an der TU sei derzeit „nur eingeschränkt zu empfehlen“. Puh. Was ist da los?
Unzureichende Mittel, fehlende Pflichtkurse und mangelnde Planbarkeit führen laut AStA zu einer „strukturell bedingten Verlängerung des Studiums“. Übersetzt: Weil Seminare fehlen, werden Studierende unfreiwillig zu Langzeitstudis. Mehr als 4.000 Leute sind von dem Chaos betroffen. Das Rektorat hat sich mittlerweile geäußert und Besserung gelobt (zwei neue Professuren bis 2030), doch der AStA bleibt skeptisch, dass sich die massiven Probleme so schnell in Luft auflösen. Ein harter Reminder: Schaut euch vor der Einschreibung immer genau an, wie es an den Instituten wirklich läuft!
Fast 60.000 junge Inderinnen und Inder studieren mittlerweile in Deutschland – Rekord! Im ZEIT-Interview erklärt DAAD-Präsident Joybrato Mukherjee, warum das so ist (Deutschland ist attraktiv, Kanada und die USA schotten sich zunehmend ab) und warum wir als Gesellschaft massiv davon profitieren. Tatsächlich verdienen indischstämmige Arbeitnehmer in Deutschland nach dem Abschluss oft mehr als der deutsche Durchschnitt!
Doch die Sache hat eine extrem dunkle Schattenseite: Sogenannte „Trittbrettfahrer“. Mukherjee warnt vor unregulierten Agenturen in Indien und einer Handvoll unseriöser privater Hochschulen in Deutschland, die junge Menschen mit falschen Versprechungen anlocken. Die bittere Realität: Sie zahlen horrendes Geld für reine Online-Studiengänge, riskieren dadurch ihr Visum und landen aus schlichter Not oft als ausgebeutete Kurierfahrer im prekären Niedriglohnsektor.
Egal ob ihr gerade das gute Wetter genießt oder dem Lieferdienst ein ordentliches Trinkgeld zusteckt: Macht das Beste draus. Viel Erfolg bei all euren Deadlines und bis nächste Woche!