KW 18 - Bafög-Erhöhung und Neue Gebühren für Bayerns Jura-Studierende

KW 18 - Bafög-Erhöhung und Neue Gebühren für Bayerns Jura-Studierende
Der arme Poet von Car Spitzweg (1839)

Moin zusammen und willkommen zum Studium Weekly Newsletter dieser Woche.

Wir starten direkt mit einer guten Nachricht in den Newsletter: CDU und SPD haben sich laut der TAZ wohl auf eine BAföG-Reform geeinigt. Details sind noch nicht veröffentlicht, aber bis jetzt ist Folgendes bekannt:

  1. Erhöhung der Wohnkostenpauschale von 380 € auf 440 € pro Monat.
  2. Erhöhung der Bedarfssätze von 475 € auf 563 € pro Monat.
Wie Studis Online gut aufzeigt, ist die Zeit für die Umsetzung der Reform bis zum Wintersemester 2026/2027 allerdings sehr knapp bemessen. Es bleibt also fraglich, bis wann die Reform tatsächlich umgesetzt wird.

Allerdings steckt der Teufel mal wieder im Detail. So ist zum Beispiel die Erhöhung gestaffelt zum Beginn der nächsten zwei Wintersemester geplant. Dafür versteckt sich in den Details aber auch noch eine weitere positive Änderung: Eine automatische Anpassung der Freibeträge anhand der Inflationsrate und anderer Daten. Warum dies für das Bafög selbst aber nicht gilt, ist daher weiterhin fragwürdig.


Symbolbild - KI

Erinnert ihr euch an unseren Newsletter aus KW 16, als wir den Vorschlag der Grünen in Bayern für den integrierten Jura-Bachelor besprochen haben? Tja, die Regierung hat für die bayrischen Jura-Studenten wohl eher Gegenteiliges geplant.

Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, drohen Bayerns Jura-Studierenden jetzt neue Gebühren. Wer künftig zur Staatsprüfung zur Notenverbesserung antritt, soll ordentlich zur Kasse gebeten werden (350€ für die erste, 650€ für die zweite Staatsprüfung) - bisher war dies kostenlos. Die neuen Gebühren sollen ab dem 1. Mai in Kraft treten. Ein harter Schlag für alle, die neben dem immensen psychischen Druck der Staatsexamina ohnehin schon jeden Cent zweimal umdrehen müssen und auch der Staat, der aktuell eigentlich händeringend nach Juristen sucht, wird darunter wohl leiden. Der Freistaat gibt, der Freistaat nimmt.


Nur ein kurzes Update aus der Hochschulpolitik, das aber für die Ausrichtung unserer Unis nicht unwichtig ist: Walter Rosenthal wurde als Präsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) wiedergewählt. Seine Ankündigung für die kommende Amtszeit:

In Studium und Lehre, Forschung, Entwicklung und Transfer entstehen Wissen, Kompetenzen und innovative Lösungen für zentrale Zukunftsfelder. Dafür braucht es verlässliche Rahmenbedingungen, insbesondere in der Finanzierung und in der Absicherung der institutionellen Autonomie

Erinnert ihr euch noch an unser letztes Thema aus dem Newsletter der KW 17, als die Uni Marburg ihren Campus „abgepflastert“ hat? Auch der Campus der Hochschule für Gestaltung und Kunst (HGK) Basel in der Schweiz wird jetzt deutlich grüner. Unter dem Projekt „Greening the Campus“ weicht auch dort tristes Grau mehr Biodiversität, Pflanzen und entsiegelten Flächen. Ein weiterer starker Schritt gegen glühend heiße Sommersemester.

Mehr Fotos und Infos dazu findet ihr auf der Webseite der Hochschule selber: https://www.fhnw.ch/de/gestaltung-kunst/aktuelles/news-storys/alle/greening-the-campus-begruenungsprojekte-auf-dem-campus-der-hgk-basel

Wir drücken die Daumen, dass dieser grüne Funke bald auf noch mehr Hochschulen überspringt! Bis dahin genießt die Sonne am langen Wochenende.

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