KW 17 - „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ als Lösung gegen Prokastination?
Moin zusammen und willkommen zur KW 17 bei StudiumWeekly!
Jeder kennt es: Die Deadline für die Hausarbeit rückt unaufhaltsam näher, aber plötzlich ist es unfassbar wichtig, den Kühlschrank abzutauen.
Die ZEIT Campus berichtet diese Woche über das ultimative Event gegen dieses Studi-Leiden: die „Lange Nacht der aufgeschobenen Hausarbeiten“ an der TU Chemnitz. Satte 850 Studierende kamen in der altehrwürdigen Unibibliothek zusammen, um den Rückstand endlich aufzuholen. Statt panischer Krisenstimmung glich das Ganze aber eher einer entspannten Klassenfahrt. Denn zwischen Echtholztischen und Literaturquellen gab es Massagen, „bewegte Pausen“ mit Yoga, Marmorkuchen und rasante Mario-Kart-Rennen am Stand des Studierendenrats. Auch wenn bei Bingo und Kartenspielen vielleicht mehr prokrastiniert als geschrieben wurde, sendet die Nacht eine extrem wichtige Botschaft: Wer verzweifelt vor seiner Hausarbeit sitzt, ist definitiv nicht allein! Schnappt euch also eure Kommilitonen, denn geteiltes Leid (und gemeinsames Kuchenessen) ist halbes Leid!

MINT vs. Geisteswissenschaften: Wer macht den Traumjob? Vernunft oder
Leidenschaft? Zu diesem ewigen Dilemma ist in der taz ein feuriges Plädoyer für die Geisteswissenschaften erschienen. Die Autorin Simone Dede Ayivi rechnet hart mit dem gesellschaftlichen Druck ab, unbedingt „profitable“ Fächer wählen zu müssen, nur um am Ende als Zahnrädchen im Kapitalismus zu enden. Ihre steile These: "Jeder Taschenrechner kann Mathe. Auf einen Master in Gender Studies kann man wirklich stolz sein." Zudem warnt sie davor, seine Leidenschaft aufzugeben:
"Wenn du deinen Traumjob nicht machst, dann macht ihn wer anders."
Genau dieses Zitat hat auf r/Studium direkt eine massive Diskussion
losgetreten. Während die einen feiern, dass man seine mentale Gesundheit und
Jugend nicht für das erstbeste MINT- oder BWL-Gehalt opfern sollte, kontert die
andere Seite pragmatisch: Wer seine „brotlose Kunst“ lieber als Hobby behält und
stattdessen einen gut bezahlten, soliden Job wählt, lebt am Ende oft deutlich
stressfreier – denn dienMiete zahlt sich leider nicht mit Adorno-Zitaten.

Abpflastern an der Uni Marburg: Tschüss Beton, hallo Natur! Zum Abschluss noch mal eine positive News für alle, die Betonwüsten satt haben: Auch die Philipps-Universität Marburg hat beim bundesweiten Wettbewerb „Abpflastern“ mitgemacht!Statt den Campus im Sommer als grauen Backofen hinzunehmen, haben Studierende, Azubis und das Green Office am Pilgrimstein den Beton aufgerissen und eine entsiegelte, insektenfreundliche Grünfläche angelegt. Das sieht nicht nur besser aus, sondern hilft auch massiv bei extremer Hitze und sorgt dafür, dass Regenwasser wieder vernünftig versickern kann. Ein richtig starkes Vorbild für nachhaltige Stadtentwicklung auf dem Campus.
Mehr zu dem Wettberwerb, an dem auch andere Unis teilnehmen, findet ihr unter https://www.abpflastern.de/
Aber egal ob ihr gerade eine Straße aufreißt oder vor einer Hausarbeit mit sich näherenden Deadline sitzt: Macht das Beste draus! Wenn ihr in der nächsten Woche eine Nachricht seht, die ihr gerne im Newsletter sehen würdet, schreibt mir. Bis dahin viel Erfolg in der neuen Woche und bis zum nächsten Mal!