KW 22 - BAföG-Erhöhung doch in Gefahr & Unis im Startup-Fieber
Moin zusammen und willkommen zur KW 21 bei StudiumWeekly! Diese Woche geht es um Jura-Probleme, Europas nächste Milliarden-Gründer und eine deutsch-französische Erfolgsgeschichte. Schnappt euch euren Kaffee (oder basierend auf der letzten Story einen Champagner) und lasst uns die letzte Woche Revue passieren.
Erinnert ihr euch noch an den Jubel vor wenigen Wochen (auch hier im Newsletter der KW 18), als die Einigung auf höhere BAföG-Sätze und eine bessere Wohnkostenpauschale (endlich 440 Euro!) durchgewunken wurde? Tja, zu früh gefreut. Wie der Spiegel berichtet, hat Unionsfraktionsvize Jens Spahn der Euphorie jetzt öffentlich den Stecker gezogen. Seine Ansage: Staatliche Leistungen wie das BAföG können absehbar nicht erhöht werden, solange es kein ausreichendes Wirtschaftswachstum gibt. Bei Studierendenverbänden und in der Wissenschaft sorgt das für blankes Entsetzen und wird als absoluter „Schlag ins Gesicht“ gewertet. Ob der mühsam ausgehandelte Ampel-Kompromiss damit noch pünktlich zum August kommt, steht plötzlich wieder auf der Kippe.
Was die r/Studium-Community davon hält, könnt ihr euch wahrscheinlich vorstellen oder sonst hier in den Kommentaren nachlesen:

Für 90 Prozent aller Jurastudierenden sind 9 Punkte im Staatsexamen („Vollbefriedigend“) der absolute Heilige Gral, für den sie sofort unterschreiben würden. Nicht so für Martin Georg Scheugenpflug. Wie die Welt berichtet, hat der Spitzenstudent seine Note in einer Zivilrechtsklausur kurzerhand angefochten – weil er in allen anderen fünf Klausuren unglaubliche 15 oder 16 Punkte abräumte und diesen einen „Ausreißer nach unten“ für schlichtweg falsch korrigiert hielt.
Ihr habt eine geniale Business-Idee, aber eure Uni lehrt lieber noch ein bisschen mehr trockene Theorie? Der neue Redstone University Startup Index 2026 zeigt: Europa lässt ein riesiges wirtschaftliches Potenzial liegen. Während Deutschland im europaweiten Vergleich insgesamt nur im „unteren Mittelfeld“ herumdümpelt, gibt es glücklicherweise einen massiven Lichtblick: Die TU München (TUM) rasiert das Ranking komplett. Bei Ausgründungen durch Forschende landet die TUM auf Platz 4 (direkt hinter Giganten wie Oxford und Cambridge) und bei rein studentischen Startups europaweit auf Platz 8. Es zeigt sich: Wenn Hochschulen Entrepreneurship aktiv in allen Fächern fördern, anstatt Gründergeister in Bürokratie zu ersticken, entstehen echte Innovationen! Neben der TUM sind die RWTH Aachen, Uni Hamburg, das KIT, die TU Berlin, Humboldt-Uni, FU Berlin, LMU, TU Darmstadt und die Uni Stuttgart die 10 relevantesten großen Unis in Deutschland für Startups.

Zum Abschluss noch etwas Balsam für die Seele in krisengeplagten Zeiten: Wie der DAAD in einer aktuellen Pressemitteilung feiert, ziehen Deutschland und Frankreich eine extrem erfolgreiche Bilanz ihres gemeinsamen Wissenschaftsmobilitätsprogramms (PHC Procope / PPP Frankreich). Seit 1986 wurden sage und schreibe 3.400 gemeinsame Forschungsprojekte gefördert. Wenn ihr also darüber nachdenkt, für ein Forschungssemester, ein Praktikum oder die Abschlussarbeit ins Nachbarland zu gehen: Die Netzwerke und Fördertöpfe sind da, nutzt sie! Vive l'amitié franco-allemande!
Viel Erfolg bei euren Deadlines, lasst euch nicht von der Hitze erdrücken und bis zur nächsten Woche! Cheers,